Posteingang

Guten Tag Herr Hawkeye!

Ihrem Twitter-Konto entnehme ich das sie Autist sind. Mein aufrichtiges Beileid dazu.

Ich bin Vorsitzender eines Buxtehuder Kleingartenvereins, der für sein diesjähriges Sommerfest ein Bühnenprogramm plant. Dafür suchen wir Menschen mit besonderen Begabungen. Bitte schreiben sie mir doch, welche autistischen Begabungen sie haben, damit ich schauen kann, ob sie in unser Programm passen.

Im Ausgleich für ihren Auftritt bieten wir ihnen an diesem Tag freie Verpflegung. Getränke sind selbst mitzubringen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dietmar Heinze-Müller.

(persönliche Daten geändert)

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11 Responses to Posteingang

  1. Cristina says:

    Nachdem Du deine Kunststückchen vorgeführt hast, lassen sie dich bestimmt auch aus der Toilette trinken.

  2. uth says:

    Wer „Ihnen“ klein schreibt, sollte selbst schuld sein. Wo steigt die Party? Und wieviele Leute mit der autistischen Begabung „Buffet entern“ lassen sich organisieren?

  3. dasfotobus says:

    „Buffet entern“ kann ich auch, Autist bin ich auch. Ich komme!
    Wenn wir ausreichend viele sind, verstehen sie evtl. zumindest den Begriff „Overload“ danach.

  4. Das klingt für mich nach „Vorführung exotischer Tiere im Zirkus“. Mann mann mann … 😦

  5. Autistin says:

    Oh Mann! Ich glaub, ich bin im falschen Film!!! Ist die Nachricht echt? Ist die wirklich so zu Dir gekommen? Wir sollten alle dort hingehen und das Bufet entern und dann mal schauen wer hier eigentlich dann vorgeführt wird *grummel

  6. Du weißt schon wer says:

    Vielleicht sollte ich mal einen Brief an den Vorsitzenden schreiben, mit folgendem Text:
    Ich habe einen Sohn der ist auch Autist und hat besondere Begabungen. Vielleicht helfen die Ihnen ja.
    Wenn er überfordert ist, sitzt er unter dem Tisch und schreit.
    Aber halt, ich glaube er hat eine viel bessere, und die würde IHnen in Ihrem Leben sehr behilflich sein: Er würde niemals auf die Idee kommen einen Menschen nach so etwas zu fragen, da er genau wüsste, das so etwas verletzend und herabwürdigend ist. Und das obwohl er ein Handicap im sozialen Umgang mit Menschen hat. Aber er hat dies verstanden. Also brauchen Sie niemanden zu bemitleiden, sondern viele Autisten bemitleiden jetzt Sie.

  7. Stephan says:

    Wat jet denn da ab! Müssen die „Darsteller durch einen Feuerreifen springen? Wenn das ernst gemeint war, dann ist das nicht unterhalb der Gürtellinie, sondern unterhalb der Schnürsenkellinie, oder so!

  8. dieandereperspektive says:

    Ich denke dieser Brief trifft in so etwa die ländliche Meinung zu Autismus und deren bemitleidenswerten Geschöpfen. Ist halt wie damals, da hat man auch Krüppel in Jahrmärkten dargeboten zur Belustigung. Aber das jetzt im 21. Jahrhundert? Ein Overload als Vorführeffekt, hmmm, würde uns auf dasselbe Niveau bringen. Ich lese aber auch daraus, dass es dem Verfasser dieses Briefes in keinster Weise bewusst war, was er damit ausgelöst hat. Sondern er es tatsächlich nicht so gemeint hat, wie es eigentlich ankommen muß. Vielleicht weis er es dann spätestens jetzt.

  9. Reblogged this on Gedankenkarrussel und kommentierte:
    Fassungslos, auf was für Ideen Leute kommen können… „Buxtehuder Kleingartenverein“ kommt hin *kopfschüttel*

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